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Freiwilliger Einsatz Herner Bürger, für eine lebenswerte Umwelt und einen aktiven Naturschutz

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Herner Agenda Preis

Am 8.6.2008, während des Herner Umwelttages, bekam unsere Kreisgruppe den begehrten Preis verliehen, er ist mit 500 € dotiert.


Obstwiese für alle!

Auf dem unbebauten Flurstück: "Im Ostenfeld", in Herne Holthausen, konnten wirdie Fläche von 1500 Quadratmetern kostenlos pachten und zu einer Obstwiese umnutzen, die allen Herner Bürgern zugute kommt.

Tatkräftige Unterstützung erhielten wir dabei von: Mitgliedern des Bauvereins, Mitgliedern des Ortsvereins, BUNDler, die BUNDjugendgruppe sowie Menschen aus der Nachbarschaft.

Um die Artenvielfalt zu erhalten, wurden nur bewährte, robuste Obstgehölze (sog. alte Sorten) ausgewählt, die mit unserem Klima gut zurechtkommen.

Obstsorten Hochstämme

  • 2 Stück Süßkirschen
  • 2 Stück Zwetschgen
  • 2 Stück Apfel „Rote Sternrenette“
  • 1 Stück Apfel „Weißer Klarapfel“
  • 1 Stück Apfel „Dülmener Rosenapfel“
  • 1Stück Apfel „Geheimrat Oldenburg“
  • 1 Stück Apfel „Kaiser Wilhelm“
  • 1 Stück Apfel „Ontario“

Alte Wildobstsorten

  • 1 Stück Mispel
  • 1 Stück Birnenquitte
  • 1 Stück Walnuss
  • 1 Stück Esskastanie

In einem Schnellkurs lernten alle noch, was bei der Baumpflanzung unbedingt zu beachten ist und das man mindestens einen Partner braucht um Bäume zu pflanzen, denn sonst steht alles schief.Pfahl einsetzen
Auch die in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Grundschule Börsinghauser Str. hat großes Interesse an der Entwicklung der Obstwiese, jedes Kind pflanzte im ersten Winter einige Frühblüherzwiebeln unter die jungen Bäume.


OBSTWIESEN sind Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen
Naturschützer wissen um die Bedeutung von Obstbäumen für Menschen, Tiere und Landschaft. Sie bemühen sich seit 1994 in Herne, Flächen im Stadtgebiet durch Pflanzungen von Obstgehölzen aufzuwerten.

So entwickelten sich bis heute sechs große Obstwiesen in Horsthausen, Sodingen, Börnig und Eickel.

Blühende Obstbäume in Stadt und Land erfreuen den Menschen im Frühling. Der herbstliche Früchtesegen lädt ein zum Probieren und Genießen.

Die Natur hat für alle den Tisch gedeckt.
Ein Obstbaum hat viele Gäste von der Krone bis zur Wurzel.
Viele Vogelarten z.B. die seltenen Eulen und Greifvögel finden hier zwischen dem Fallobst ihre Mäuse. Spechte lieben alte Obstbäume. Die Obstblüten locken Bienen, Wildbienen, Hummeln und Käfer. Hinter der Rinde älterer Bäume verbergen sich Fledermäuse und Schmetterlinge. Unter den Wurzeln leben Igel und Spitzmäuse.
Das Obst ist für viele Vogelarten, Insekten und Kleinsäuger eine Hauptnahrungsquelle.
Die in der Landschaft gepflanzten hochstämmigen Obstbäume tragen allerdings erst ab dem 3. bis 5. Pflanzjahr Früchte. Sie werden aber bei regelmäßigem Schnitt sehr alt. 80-jährige Apfel- und Birnbäume sind keine Seltenheit.
Eine Obstwiese wird nur einmal im Jahr im Herbst gemäht. So haben viele Kleinlebewesen eine Chance, im Frühjahr und Sommer eine ungestörte Entwicklung zu durchlaufen.
Ältere Obstwiesen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen und Lebensgemeinschaften in unserer Natur.

 

AUSBLICK
Der BUND, Kreisgruppe Herne hat sich um den AGENDA-Preis mit einem fertiggestellten Projekt beworben, das jedoch wie die Obstbäume immer weiter wachsen wird.
Die Vorbildfunktion und Übertragbarkeit auf andere Flächen in der Umgebung könnte zu einem Biotopverbund führen, dessen ökologischer Wert um ein Vielfaches höher läge, als der einer vereinzelten Obstwiese.
Jugendgruppe pflanzt Obstbaum
Groß und Klein, Alt und Jung waren beteiligt und werden auch weiterhin als verlässliche Partner zur Verfügung stehen.
Das Projekt ist nur in seiner Langfristigkeit sinnvoll und aufgrund robuster einheimischer Sorten auch anpassungsfähig. Der Boden wird umweltverträglich genutzt und nicht benutzt oder „zernutzt“.
Sobald die ersten Früchte reifen, ergibt sich auch ein sichtbarer Grund, auf die Bevorzugung von Produkten aus der Region hinzuweisen. Obst aus den heimischen Regionen braucht keine Flugreise!
Wir freuen uns, dass dieses Projekt so harmonisch durchgeführt werden konnte und danken allen Helfern.

Projektverantwortliche und Mitwirkende:

  • Bauverein Sodingen e G, Grundstückseigentümer und Gestatter der Umnutzung des Grundstücks zur Obstwiese

Finanzielle und tatkräftige Hilfe:

  • BUND, Kreisgruppe Herne, Bewirtschafter und verantwortlich für die fachgerechte Pflege der Obstwiese
  • BUND, Jugendgruppe Raben mit den Leiterinnen: Corinne Buch und Susanne Fischer
  • Ortsverein Holthausen
  • Grundschule Börsinghauser Str.

Alle wünschen sich, daß diese Obstwiese mindestens 100 Jahre überdauert!Baum pflanzen

Gelsenwasser spendet 1000 € für den Bund-Lehrgarten

 

Scheck von GelsenwasserDie Gelsenwasser AG wird in diesem Jahr mit Einnahmen aus dem firmeneigenen Forstbetrieb die ehrenamtliche Arbeit von zwei BUND-Gruppen aus dem Ruhrgebiet mit jeweils 1.000 Euro finanziell unterstützen.

„Unsere Wahl fiel neben dem BUND Herten auf den BUND Herne und seinen naturnahen Lehr-und Lerngarten. Hier wird mit viel Engagement nicht nur etwas für die Natur selbst, sondern auch für die Naturerfahrung vor allem von Kindern und Jugendlichen getan. Diese Arbeit möchten wir gern fördern“, erläutert Christoph Born von der GELSENWASSER AG.

 

Seit 1993 entwickelt und pflegt die BUND Kreisgruppe diesen Garten, der sich in dieser Zeit von einer öden Fabrikbrache zur bunten Naturoase entwickelt hat.

 

Dabei wird der naturgärtnerische Grundsatz verfolgt: „So viel Kultur wie nötig und so viel Natur wie möglich“. Die große Artenvielfalt zeigt, dass die Natur die vielen verschiedenen Lebensräume längst angenommen hat.

 

Dem BUND ist es aber genau so wichtig, dass dieses Stück Natur dem Menschen offen steht und großen und kleinen Herner Bürgern Naturerleben in der Großstadt ermöglicht.

 

Der Herner BUND freut sich sehr über die finanzielle Unterstützung.

Kreisgruppensprecherin Ingrid Reckmeier erläutert: „Wir werden das Geld in unsere Kinder- und Jugendarbeit stecken. Es müssen z.B. dringend neue Käscher, Lupen und Beobachtungsbecken sowie einige Tische und Bänke angeschafft werden, denn nicht nur unsere drei Kinder- und Jugendgruppen sind mit Begeisterung dabei, wenn das Leben im Gartenteich beobachtet wird, sondern auch Kindergartengruppen und Schulklassen führen bei uns vor Ort ihre Naturprojekte durch.“

 

Herner SpatzHerner Spatz 2007

 

Hiltrud Buddemeier-Ennenbach und Karl-Heinz Monno wurden mit der Auszeichnung: "Herner Spatz 2007 " geehrt.

Der Schirmherr der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet, Christian Stratmann, übergab den Preis für besonderes Engagement beim Umwelt- und Naturschutz in Herne und der umliegenden Region.

Beide sind seit jahrzehnten aktive Mitglieder im BUND-Herne und haben die Kreisgruppe massgeblich mitgeprägt.

Die Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Herne schliessen sich mit Freuden den Glückwünschen an.