Zeichnung
aus: Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich
und der Schweiz 1885, Gera, Germany
Artenvielfalt
Zur Erhaltung der Artenvielfalt ist es unbedingt
notwendig, von gebietstypischen Beständen stammendes Pflanzgut, das
im gleichen Naturraum gewonnen wurde - anzupflanzen. In der Regel wird
deutschlandweit einheitliches Baumschulgut angeboten und so ist die Vielfalt
des Weißdorns in seinem Bestand gefährdet.
Beschreibung:
Die
Früchte des Weißdorns sind essbar und schmecken säuerlich-süß
- allerdings sehr mehlig. Sie können zu Kompott oder Gelee verarbeitet
werden und eignen sich dabei zum Mischen mit anderen Früchten, da
sie gut gelieren.
Gemischt mit anderen Früchten lassen sie sich auch
zu vitaminreichem Saft oder Sirup verarbeiten. In Notzeiten wurden die
Früchte als Mus gegessen und das getrocknete Fruchtfleisch als Mehlzusatz
beim Brotbacken verwendet.
Die Kerne dienten als Kaffee-Ersatz.
Die getrockneten Blüten und Blätter
(nach einigen Quellen auch die Früchte) werden als Tee oder alkoholischer
Auszug bei Herz- und Kreislaufstörungen angewendet.
Das Holz ist
sehr hart und fest und wurde früher für Schnitz- und Drechslerarbeiten
und für Werkzeugstiele verwendet. In Gärten und Parks ist der
Weißdorn aufgrund seiner schönen Form und Blätter und
seines üppigen Blüten- und Fruchtschmuckes eine beliebte Zierpflanze.
Er ist ein hervorragendes Heckengehölz.
Der ökologische Wert
des Weißdorns ist sehr hoch, er ist ein bedeutender Nahrungsspender
und Lebensraum für zahlreiche Kleintiere. In Mitteleuropa bietet
er ca. 150 Insektenarten, gut 30 Singvogelarten und vielen kleinen Säugetieren
eine Lebensgrundlage
(zum Vergleich: Eichen ca. 300, Hainbuchen ca. 30
Insektenarten).
Quelle: Wikipedia
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