Gütebestimmung
Bei
der
biologischen
Gewässeruntersuchung
werden
die
im
Bach
lebenden
Kleintiere
mit
einem
Sieb
erbeutet
und
anschließend
nach
ihrer
Art
bestimmt
und
ausgezählt.
Zu
diesen
Kleintieren
gehören
Schnecken,
Muscheln,
Krebse,
Egel,
Insektenlarven
und
Strudelwürmer.
Viele
dieser
Tiere
sind
an
ganz
bestimmte
Wasserverhältnisse
angepasst.
Es
gibt
sehr
anspruchsvolle
Arten,
die
nur
in
nährstoffarmen
und
gut
mit
Sauerstoff
angereichertem
Wasser
überleben
können.
Andere
Arten
dagegen
halten
eine
hohe
organische
Belastung
aus
und
benötigen
nur
wenig
Sauerstoff.
Sind
Arten
im
Bach,
die
als
empfindlich
gelten,
lässt
das
auf
gute
Wasserverhältnisse
schließen,
anderseits
bedeutet
das
Vorhandensein
von
"Schmutzwasserarten",
dass
die
Wasserverhältnisse
nicht
gut
sind.
Die
einzelnen
Tierarten
sind
so
stark
an
bestimmte
Wasserverhältnisse
gebunden,
dass
die
Wissenschaft
ihnen
einen
Zahlenindex
(Saprobien-Index)
zugeordnet
hat.
Aus
Art
und
Anzahl
der
bei
Untersuchungen
gefangenen
Tiere
kann
man
dann
eine
Gewässergütestufe
berechnen.
Es
gibt
vier
Gewässergütestufen:
von
"unbelastet"
(Stufe
1)
bis
"übermäßig
stark
verschmutzt"
(Stufe
4).
Das
System
funktioniert
nur
bei
Fließgewässern
und
gibt
auch
nur
Auskunft
über
die
Belastung
mit
Nährstoffen.
Wenn
man
im
Wasser
bestimmte
Stoffe
nachweisen
will,
ist
eine
chemische
Untersuchung
nötig.
Die
biologische
Methode
ist
jedoch
sehr
gut
geeignet,
auch
zurückliegende
Gewässerbelastungen
zu
erkennen,
denn
der
Tierbestand
erholt
sich
nach
einer
Schädigung
nur
langsam.
Für
diese
Untersuchungen
braucht
man
eine
gute
Artenkenntnis.
Deshalb
werden
wir
stets
von
Herrn
Dipl.
Biol.
Joachim
Pastors
(Wuppertal)
unterstützt,
der
die
Untersuchungen
seit
1985
für
uns
durchführt.
|
Herne
Das
Gebiet
der
Stadt
Herne
ist
zum
größten
Teil
bebaut.
Es
gibt
nicht
mehr
viele
Bachläufe,
die
noch
in
einem
naturnahen
Zustand
sind.
Überwiegend
sind
die
Bäche
kanalisiert
und
dienen
als
Abwasserzubringer
für
die
Emscher.
Im
Jahre
1985
begann
die
BUND-Kreisgruppe
Herne
mit
ersten
biologischen
Untersuchungen
einiger
Fließgewässer.
Ausgewählt
wurden
Bachabschnitte,
die
sich
in
einem
noch
halbwegs
naturnahen
Zustand
befanden;
meist
handelte
es
sich
um
Quellbereiche
und
Bachoberläufe |