Kopfweiden

Eine Kopfweide ist keine spezielle Zuchtform sondern eine Schnittform der Weiden. Weiden wachsen gut an Bachläufen. Die Wurzeln befestigen die Ufer. Doch wenn man die Weide nie schneidet, dann bildet sich ein Busch aus. Bei Hochwasser bleibt das Treibgut in den Ästen hängen. Aus diesem Grund wurden die Weidenstecklinge oberhalb der Hochwassermarke geköpft. An dieser Schnittstelle treibt die Weide dann viele neue Triebe. Spätestens alle 3 Jahre, besser jährlich, müssen diese Triebe abgeschnitten werden, damit sich ein schöner Kopf ausbildet. Wird dies nicht gemacht, besteht die Gefahr, das der Kopf irgendwann so groß und schwer wird, dass der Stamm auseinanderbricht.

Der BUND Herne pflegt mehrere Kopfweiden. In den Köpfen bilden sich viele kleine Nischen, die für Vögel und Insekten Nistmöglichkeiten bilden.

Schneidet man die Triebe jedes Jahr, kann man sie zum Flechten verwenden. Die mehrjährigen Triebe lassen sich nicht mehr biegen und werden meist für Weidentippis und Weidentunnelverwendet.



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