6. März 2015

OBSTWIESEN - Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen

Foto: Dr. Peter Gausmann

Naturschützer wissen um die Bedeutung von Obstbäumen für Menschen, Tiere und Landschaft. Sie bemühen sich seit 1994 in Herne, Flächen im Stadtgebiet durch Pflanzungen von Obstgehölzen aufzuwerten. So entwickelten sich bis heute sechs große Obstwiesen in Horsthausen, Sodingen, Börnig und Eickel.

Blühende Obstbäume in Stadt und Land erfreuen den Menschen im Frühling. Der herbstliche Früchtesegen lädt ein zum Probieren und Genießen. Die Natur hat für alle den Tisch gedeckt.

Ein Obstbaum hat viele Gäste von der Krone bis zur Wurzel.

Viele Vogelarten z.B. die seltenen Eulen und Greifvögel finden hier zwischen dem Fallobst ihre Mäuse. Spechte lieben alte Obstbäume. Die Obstblüten locken Bienen, Wildbienen, Hummeln und Käfer. Hinter der Rinde älterer Bäume verbergen sich Fledermäuse und Schmetterlinge. Unter den Wurzeln leben Igel und Spitzmäuse.

Das Obst ist für viele Vogelarten, Insekten und Kleinsäuger eine Hauptnahrungsquelle.

Die in der Landschaft gepflanzten hochstämmigen Obstbäume tragen allerdings erst ab dem 3. bis 5. Pflanzjahr Früchte. Sie werden aber bei regelmäßigem Schnitt sehr alt. 80-jährige Apfel- und Birnbäume sind keine Seltenheit.

Eine Obstwiese wird nur einmal im Jahr im Herbst gemäht. So haben viele Kleinlebewesen eine Chance, im Frühjahr und Sommer eine ungestörte Entwicklung zu durchlaufen.

Ältere Obstwiesen gehören zu den wertvollsten Lebensräumen und Lebensgemeinschaften in unserer Natur.



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